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Prostatakrebs
Eine der verbreitetsten Begleiterscheinungen des fortgeschrittenen Prostatakarzinoms sind Knochenmetastasen
Jährlich erkranken in Österreich mehr als 5.000 Patienten an einem Prostatakarzinom – der häufigsten Tumorerkrankung bei Männern. Wird ein Prostatakarzinom frühzeitig erkannt, sind die Therapiechancen gut. Im fortgeschrittenen Stadium konzentriert sich die Behandlung hauptsächlich auf den Erhalt der Lebensqualität, denn mit Fortschreiten der Krankheit nehmen auch die Beschwerden zu.
Das Risiko für Prostatakrebspatienten, an Knochenmetastasen zu erkranken, ist groß: 20 Prozent der Betroffenen haben bereits zum Zeitpunkt der Erstdiagnose Metastasen. Im fortgeschrittenen Krankheitsstadium erhöht sich die Zahl auf rund 70 Prozent.
Die Ursache für Knochenmetastasen sind Krebszellen des Primärtumors, die über die Blutbahn zum Knochen gelangen und dort zu einer neuen Tochtergeschwulst – einer Metastase – heranwachsen können. Am Knochen angekommen, stören die Tumorzellen das empfindliche Gleichgewicht zwischen Knochenaufbau- (Osteoblasten) und Knochenabbauzellen (Osteoklasten).
Während dieses Ungleichgewicht bei anderen Tumorerkrankungen (z. B. Mammakarzinom) zu einer Übereifrigkeit der Osteoklasten führt, werden beim Prostatakarzinom auch die Osteoblasten zu Höchstleistungen angetrieben. Sie produzieren überschüssiges Knochengewebe, das nicht die Stabilität des normalen Knochens aufweist. In diesem Fall spricht man von osteoblastischen (bzw. osteosklerotischen) Metastasen.
Knochenmetastasen haben weit reichende Folgen, da sie zu einer erheblichen Schwächung des Knochens führen und Schmerzen verursachen. Auf Grund der verschlechterten Knochensubstanz kann es schon unter geringsten Belastungen zu Frakturen kommen. In manchen Fällen führen Metastasen zu einer Quetschung des Rückenmarks (Spinal-Kompression) und ein operativer Eingriff wird notwendig. Ingesamt vermindern metastasenbedingte Skelettkomplikationen die Lebensqualität der Patienten erheblich.
Für die Behandlung von Knochenmetastasen stehen je nach Krankheitsstadium unterschiedliche Therapiemethoden zur Verfügung, die Krankheitssymptome und -komplikationen erheblich vermindern können.
Neben der Strahlentherapie, bei der hoch energetische Röntgenstrahlen Krebszellen am Wachstum hindern und gezielt zerstören, werden Hormon- und Chemotherapien für die Behandlung eingesetzt. In den letzten Jahren haben insbesondere die Bisphosphonate in der Therapie von Knochenmetastasen zunehmend an Bedeutung gewonnen.
Informationen für Patienten
Informationen für Fachkreise
Österreichische Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (OEGHO)
Österreichische Gesellschaft für Urologie und Andrologie
European Association of Urology (EAU)
American Urological Association (AUA)
Society for Basic Urological Research (SBUR)
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