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Therapiebereiche

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NET/GEP

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Mit dem Kürzel GEP werden in der medizinischen Fachsprache die Gastro-Entero-Pankreatischen Tumoren bezeichnet. Die drei Buchstaben stehen für die Organe beziehungsweise die Orte, an denen diese Tumoren sich am häufigsten entwickeln:

Gastro = Magen

Entero = Darm

Pankreas = Bauchspeicheldrüse

GEP-Tumoren sind selten. Pro Jahr werden etwa fünf bis zehn neue Tumoren pro 1.000.000 Einwohner registriert. Die Tumoren sind im Allgemeinen sehr klein und wachsen sehr langsam. So verursachen sie über längere Zeit keine Symptome und werden daher oft sehr spät diagnostiziert.

Die GEP-Tumoren entwickeln sich aus Zellen, die überall im Verdauungssystem vorkommen und die Aufgabe haben, bestimmte Stoffe zu produzieren, die den Verdauungsprozess steuern.

Von ihrer Herkunft her gehören diese Zellen zum Nervensystem und von ihrer Ausscheidungsfunktion her zu den inneren Drüsen. Daher werden sie neuroendokrine Zellen genannt. Die GEP-Tumoren, die sich aus solchen Zellen entwickeln, werden dementsprechend auch als neuroendokrine Tumoren (abgekürzt NET) bezeichnet.

Eine typische Eigenschaft der GEP-Tumoren ist, dass sie auf Grund ihrer Abstammung häufig in der Lage sind, Hormone oder hormonähnliche Stoffe zu produzieren. Diese Fähigkeit besitzt etwa ein Drittel der GEP-Tumoren. Davon sind ungefähr zwei Drittel funktionell inaktiv, das heißt, sie produzieren keine Hormone.

Als aktive, Hormon produzierende Tumoren können sie unterschiedliche Beschwerden verursachen. Je nachdem welches Hormon sie produzieren, werden sie auch nach diesem Hormon benannt. Sie werden dann folgendermaßen eingeteilt:

  • Gastrinom
  • Insulinom
  • Glukagonom
  • VIPom

Die inaktiven Tumoren verursachen in ihrer Mehrheit kaum Beschwerden. Erst wenn ihr Wachstum weit fortgeschritten ist, kann es zu Beschwerden durch die Verdrängung benachbarter Organe oder Gewebestrukturen kommen. Die Diagnose kann oft erst lange Zeit nach der Entstehung dieser Tumoren gestellt werden, weil die typischen Symptome fehlen.

 

 

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