Morbus Alzheimer
Demenz vom Alzheimer-Typ
Als Demenz wird der Verlust von intellektuellen Leistungen des Gehirns bezeichnet. Häufigster Grund dafür ist im höheren Lebensalter die Alzheimer-Erkrankung. Insbesondere Gedächtnisleitungen, Denkvermögen, Sprache und das praktische Geschick schwinden dabei immer weiter. Im Verlauf der Erkrankung finden sich die Betroffenen in ihrem Alltag nicht mehr zurecht und brauchen zunehmend Hilfe von Betreuern. Schließlich werden fast alle Alzheimer-Patienten pflegebedürftig. Eine Therapie, die den Morbus Alzheimer heilen könnte, gibt es nicht. Dennoch kann mit Medikamenten ein Teil der intellektuellen Fähigkeiten zurückgewonnen und eine Verschlechterung hinausgezögert werden. Dabei ist ein frühzeitiger Therapiebeginn besonders wichtig.

Wie häufig ist die Alzheimer-Erkrankung?
Der Morbus Alzheimer ist Ursache für etwa drei Viertel aller Demenzen und damit häufigste Form einer Hirnleistungsschwäche im Alter. Die Wahrscheinlichkeit für einen Mann, der das 65. Lebensjahr erreicht hat, im Laufe seines Lebens an einer Demenz zu erkranken, liegt bei 16%. Frauen tragen aufgrund ihrer höheren Lebenserwartung ein Risiko von 35%. Selten beginnt die Krankheit vor dem 65. Lebensjahr, man spricht in diesem Fall von präseniler Demenz vom Alzheimer-Typ.
Bei der letzten österreichischen Erhebung im Jahr 2000 litten fast 100.000 Personen an einer demenziellen Erkrankung, jedes Jahr kommen etwa 24.000 Patienten dazu. Wegen des wachsenden Anteils sehr alter Menschen in der Bevölkerung wird die Zahl der Demenzkranken bis zum Jahr 2050 auf rund 234.000 anwachsen.

Welche Ursachen hat der Morbus Alzheimer?
Der deutsche Neuropathologe und Psychiater Alois Alzheimer beschrieb im Jahr 1906 erstmals die Symptome. Er entdeckte im Gehirn seiner Patienten typische mikroskopische Veränderungen und gab der Erkrankung den Namen.
Aus Gründen, die der Wissenschaft bis heute nicht genau bekannt sind, sterben bei der Alzheimer-Erkrankung Gehirnzellen und deren Verbindungen untereinander ab. Dies geschieht vor allem in Bereichen des Gehirns, die für die Gedächtnisbildung wichtig sind. Wahrscheinlich ist die krankhafte Bildung falscher Eiweiße, so genannter Beta-Amyloid-Proteine, im Gehirn die Ursache des Zelltodes. Diese verklumpen zwischen den Nervenzellen und bilden die bei Alzheimer typischen Plaques im Gehirn. Forscher auf der ganzen Welt arbeiten daran, diesen Krankheitsprozess besser zu verstehen und eines Tages ein Mittel gegen die Plaques-Bildung zu entwickeln. Eine Ansteckungsgefahr besteht nicht.
diesen so genannten Neurotransmitter ist die Kommunikation unter den verbliebenen Gehirnzellen beeinträchtigt. Die derzeit am häufigsten zur Behandlung von Demenzen eingesetzten Medikamente, die Cholinesterase-Hemmer, können diesen Mangel teilweise ausgleichen.

Welche anderen Demenzen gibt es?
Eine andere häufige Demenz-Form (10-25%) ist die vaskuläre Demenz ("Demenz der Blutgefäße"). Sie entsteht durch viele kleine, zum Teil unbemerkte Schlaganfälle. In ihrer Summe führen sie zu ähnlichen Verlusten von Gedächtnis, Sprache und Lernfähigkeit wie bei der Alzheimer-Erkrankung. Etwa ein Viertel der Betroffenen leidet gleichzeitig unter Alzheimer- und vaskulärer Demenz.
Die Ursachen der vaskulären Demenz sind jene des Schlaganfalls und des Herzinfarktes. Aufgrund von Atherosklerose (im Volksmund „Arterienverkalkung“) kommt es zu einer allmählichen Verengung der Blutgefäße und schließlich zu deren komplettem Verschluss. Das Hirngewebe hinter der Engstelle wird infolge nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt und stirbt ab. Bestimmte Lebensweisen oder Erkrankungen, die zu Atherosklerose beitragen, nennt man Risikofaktoren. Dazu gehören:
Seltener ist die Lewy-Körper-Demenz, bei der Gehirnteile durch die krankhafte Ablagerung kleiner Eiweiße (Lewy-Körper) geschädigt werden. Es kommt dadurch zu ähnlichen Beschwerden wie bei der Alzheimer-Krankheit, der Mangel am Nervenbotenstoff Acetylcholin ist dabei aber noch stärker ausgeprägt. Besonders das Gedächtnis und die Handlungsfähigkeit sind betroffen, und die Störungen treten phasenweise verstärkt auf.
Ebenfalls selten kann es aufgrund einer Parkinson-Erkrankung (Parkinson-Demenz) oder aufgrund langjährigen starken Alkoholkonsums (Wernicke-Korsakow-Syndrom) zu einer Hirnleistungsschwäche kommen.

Kann die Alzheimer-Krankheit vererbt werden?
Es wird vermutet, dass bei bis zu sechs Prozent der Patienten genetische Ursachen eine Rolle spielen. Entsprechend ist das Erkrankungsrisiko bei Verwandten ersten Grades mehr als dreifach erhöht. Dennoch kommt es eher selten vor, dass mehrere Familienmitglieder an Demenz erkranken. Obwohl inzwischen einige Gene bekannt sind, die das Alzheimer-Risiko erhöhen, wird eine genetische Früherkennungsuntersuchung derzeit nicht empfohlen. Besonders die seltenen Demenzen mit sehr frühem Beginn zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr haben eine starke erbliche Komponente.

Wie verläuft die Erkrankung?
Welche Beschwerden bei Alzheimer auftreten und wie stark sie ausgeprägt sind, ist von Patient zu Patient sehr unterschiedlich, abhängig vom betroffenen Hirnareal. Auch Vorbildung, die körperliche Konstitution und die Lebensumstände beeinflussen den Verlauf. Bei allen Erkrankten schreitet der geistige Abbau jedoch stetig voran - anfangs langsam, später etwas schneller.
Werden erste Beeinträchtigungen bemerkt, liegt der Beginn der Gehirnveränderungen meist schon Jahre zurück. Da ein frühzeitiger Therapiebeginn den Krankheitsverlauf positiv beeinflusst, ist es wichtig, auf Warnzeichen einer beginnenden Demenz zu achten. Treten gleich mehrere solcher möglichen Frühsymptome auf, sollten Betroffene einen Arzt zur weiteren Abklärung aufsuchen.

Warnzeichen
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Probleme bei der Arbeit aufgrund von Vergesslichkeit
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Schwierigkeiten bei der Ausübung gewohnter Handlungen
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Probleme beim Finden der richtigen Worte, Sprachprobleme
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Räumliche und zeitliche Orientierungsprobleme
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Eingeschränkte Urteilsfähigkeit (z.B. falsche Kleidung)
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Probleme beim abstrakten Denken, Rechenschwierigkeiten
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Vergessen oder Liegenlassen von Gegenständen an unpassenden Orten
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Veränderung von Stimmung oder Verhalten
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Persönlichkeitsveränderungen
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Verlust der Eigeninitiative
Trotz unterschiedlichen Verlaufs unterscheidet man grundsätzlich drei wesentliche Stadien mit typischen Beschwerden. In der Regel dauert jedes dieser Krankheitsstadien etwa drei Jahre, wobei aber auch kürzere oder erheblich längere Verläufe möglich sind.

Frühstadium - Leichte Demenz
Frühe Warnzeichen, bisher noch häufig bagatellisiert, sind jetzt nicht mehr zu übersehen. Wegen der Schädigung des Kurzzeitgedächtnisses können neue Gedächtnisinhalte kaum noch behalten werden. Die Patienten verrichten bereits Erledigtes noch einmal, vergessen Namen, wiederholen sich und fragen immer wieder die gleichen Dinge. Es fällt ihnen schwer, die richtigen Worte zu finden, gesprochene Sätze werden kürzer und weniger komplex. Im Gespräch verlieren Alzheimer-Patienten oft den Faden und können wegen Konzentrationsschwierigkeiten und herabgesetzter Aufmerksamkeit dem Verlauf nicht so gut folgen. Es kommt vor, dass bestimmte Worte nicht mehr erinnert und dann im Gespräch durch "Dings" oder "Du weißt schon", ersetzt werden. Orientierungsschwierigkeiten treten auf. Datum und Uhrzeit können nicht mehr genannt werden. Komplizierte Zusammenhänge bereiten zunehmend Schwierigkeiten, insbesondere bei der Arbeit kann es so zu Problemen kommen.
Manchmal ziehen Patienten falsche Schlüsse aus Situationen und reagieren dann unangemessen. Symbolhafte Gegenstände wie Geld, Schilder oder Erinnerungsstücke verlieren an Bedeutung. Im Verhalten werden Betroffene passiver und teilnahmsloser. Dies kann sich bis zu einer Apathie steigern, bei der sogar die Augenbewegungen deutlich reduziert sind. Ihren Zustand bemerken die Patienten sehr wohl und reagieren oft mit Beschämung, Angst und Niedergeschlagenheit, aber auch mit Wut und Aggression.

Mittleres Stadium - Mittelschwere Demenz
Die Beschwerden des Frühstadiums sind jetzt noch stärker ausgeprägt. Die Ausübung des Berufs ist nicht mehr möglich und es bestehen erhebliche Einschränkungen im täglichen Leben. Die Gedächtnisschwierigkeiten nehmen zu. Jetzt werden die Namen auch gut bekannter Personen und Angehöriger vergessen, die Verbindung zwischen Gesichtern und Namen kann sich gänzlich auflösen.
Einfache tägliche Verrichtungen wie Körperpflege, Anziehen und Nahrungsaufnahme bereiten immer größere Mühe und können schließlich nur noch mit fremder Hilfe ausgeführt werden. Örtliche und zeitliche Orientierung schwinden weiter. So finden sich die Patienten in der eigenen Wohnung kaum noch zurecht. Außerhalb der Wohnung verlaufen sie sich. Im zeitlichen Empfinden vermischen sich Vergangenheit und Gegenwart. Auch der Tag-Nacht-Rhythmus kann völlig verloren gehen, so dass die Patienten nachts umherirren und tagsüber nur schlafen oder dösen.
Sinneseindrücke werden zunehmend falsch interpretiert. Es treten Halluzinationen auf, schwindender Geschmackssinn führt zu Appetitverlust. Auch Berührungen können als besonders schmerzhaft oder unangenehm empfunden werden. Anfängliche Teilnahmslosigkeit schlägt zunehmend in Unruhe und Rastlosigkeit um, die Apathie kann sich jedoch auch noch steigern. Häufige Stimmungswechsel mit Aggression oder starker Zurückgezogenheit machen den Umgang mit den Patienten für die pflegenden Personen manchmal sehr schwer.

Spätstadium - Schwere Demenz
Bei allen Verrichtungen des täglichen Lebens sind die Patienten sind jetzt auf fremde Hilfe und Pflege angewiesen. Der Wortschatz ist stark eingeschränkt, eine Kontaktaufnahme ist nur noch schwer möglich. Dennoch reagieren die Erkrankten oft positiv auf Stimmen und Berührungen. Zu den psychischen Symptomen kommen jetzt auch Ausfälle der Körperkontrolle. Gehen und Stehen können unmöglich werden. Die Kontrolle über Blase und Darm geht ebenso verloren wie die Fähigkeit zu schlucken. Der fortschreitende körperliche Verfall macht die Patienten bettlägerig und sehr anfällig für Infektionen, die letztlich zum Tod führen.

Wie erkennt der Arzt die Alzheimer-Erkrankung?
Mit dem Besuch beim Arzt sollte bei Gedächtnisproblemen nicht gewartet werden. Durch frühzeitige Therapie können schwere Symptome deutlich hinausgezögert werden. Einige seltene Demenzformen können sogar geheilt werden, z.B. Demenzen aufgrund einer Schilddrüsenerkrankung, einer Vitamin-Mangelversorgung oder einer Depression. Schließlich bleibt bei einer frühen Diagnose für die Betroffenen und ihre Angehörigen mehr Zeit, die Zukunft zu planen.
Um zur Diagnose zu kommen, ist für den Arzt die Unterhaltung mit dem Patienten und dessen Angehörigen am wichtigsten. Die typischen Beschwerden und deren zeitliche Abfolge sind dabei die entscheidenden Informationen. Standardisierte psychologische Tests (Mini-Mental-State-Test; Uhren-Zeichnen-Test) objektivieren die Beschwerden und lassen einen Vergleich zur Einschätzung des Verlaufes zu.
Die Diagnose Alzheimer kann mit den derzeit verfügbaren Methoden nur mit 80- bis 90- prozentiger Sicherheit gestellt werden. Spezifische Tests gibt es derzeit noch nicht. Völlige Gewissheit bietet nur die mikroskopische Untersuchung des Gehirngewebes, die jedoch wegen der Operationsrisiken zu Lebzeiten nicht durchgeführt wird.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Einmal von der Krankheit zerstörte Nervenzellen können nicht wiederhergestellt werden, eine Heilung ist somit nicht möglich. Ebenso gibt es keine wirksame Therapie, um den fortschreitenden Zerfall vollkommen zu stoppen. Dennoch können einige Medikamente und begleitende psychotherapeutische Maßnahmen den Verlauf der Erkrankung verlangsamen und die Symptome mildern. Die Therapie sollte so früh wie möglich begonnen werden, um weitere Nervenzellen vor dem Untergang zu bewahren.

Cholinesterase-Hemmer
Bei leichter und mittelschwerer Demenz sind Cholinesterase-Hemmer ein Mittel der ersten Wahl. Sie haben im Gegensatz zu vielen anderen Mitteln zur Steigerung der geistigen Fähigkeiten ihren Nutzen in wissenschaftlichen Studien unter Beweis gestellt. Cholinesterase-Hemmer wirken, indem sie den Abbau den Botenstoffs Acetylcholin im Gehirn blockieren. Dadurch steigt die bei Alzheimer erniedrigte Konzentration dieses Neurotransmitters wieder an.
Derzeit gibt es drei verschiedene Cholinesterase-Hemmer: Rivastigmin, Donepezil und Galantamin. Durch ihren Einsatz soll das Fortschreiten der Erkrankung aufgehalten werden, und bei vielen Patienten sind die Cholinesterase-Hemmer gut wirksam. Es gibt aber auch Patienten, die nur wenig auf die Medikamente ansprechen. Bei ihnen lohnt sich ein Versuch mit einem anderen Cholinesterase-Hemmer.
Die Behandlung mit einem Cholinesterase-Hemmer sollte bei ausreichender Wirksamkeit und guter Verträglichkeit dauerhaft und ohne Unterbrechungen fortgeführt werden. Bei einem zeitweisen Aussetzen der Tabletteneinnahme kommt es zu einem raschen Fortschreiten der Erkrankung, dessen Defizite bei der erneuten Einnahme nicht wieder aufgeholt werden können.
Cholinesterase-Hemmer können als Nebenwirkung Magen-Darm-Störungen mit Übelkeit, Durchfall und Erbrechen verursachen. Daher sollte zu Beginn der Behandlung eine geringe Dosis gewählt und diese dann langsam gesteigert werden. Bei einer solchen „einschleichenden“ Therapie sind Nebenwirkungen seltener.
Novartis produziert den Cholinesterase-Hemmer Rivastigmin. In einer Reihe wissenschaftlicher Studien konnte gezeigt werden, dass Rivastigmin die Hirnleistung steigern und die Alltagsfähigkeiten der Betroffenen verbessern kann. Der Eintritt der Pflegebedürftigkeit kann hinausgezögert werden. Rivastigmin besitzt besondere pharmakologische Eigenschaften und blockiert im Gehirn gleich mehrere Abbauwege von Acetylcholin. Dadurch kann auch bei Unverträglichkeit oder Unwirksamkeit eines anderen Cholinesterase-Hemmers ein Therapieversuch mit Rivastigmin noch erfolgreich sein. Rivastigmin wird üblicherweise zweimal täglich in Tablettenform (6-12mg) eingenommen.

Memantin
In fortgeschrittenen Stadien der Erkrankung wird der Wirkstoff Memantin erfolgreich eingesetzt. Er beeinflusst den Botenstoff Glutamat im Gehirn und verbessert so die alltäglichen Fähigkeiten der Patienten. Auch hier wird wie bei den Cholinesterase-Hemmern die Menge Schritt für Schritt gesteigert, um mögliche Nebenwirkungen wie Schwindel, Unruhe und Übererregbarkeit zu vermeiden. Die Kombinationsbehandlung mit Rivastigmin und Memantin kann bei Patienten sinnvoll sein, bei denen eines der beiden Medikamente alleine nicht mehr ausreichend wirksam gewesen ist.

Andere Medikamente
Eine Anzahl anderer Medikamente wird ebenfalls zur Steigerung der geistigen Fähigkeiten bei Demenzen eingesetzt, darunter einige pflanzliche Präparate und Vitamine. Obwohl manche Patienten über günstige Wirkungen berichten, ist der Nutzen dieser Mittel in wissenschaftlichen Studien nicht erwiesen worden und ihr Einsatz unter Fachleuten umstritten. Dazu gehören unter anderen:
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Ginkgo biloba
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Nimodipin
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Piracetam
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Vitamin E und andere Vitamine
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Homöopathische und antroposophische Mittel
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Pflanzenextrakte (Ginseng, Mistel, Knoblauch, Weißdorn u.a.)
Auch pflanzliche Mittel oder Vitamine können Nebenwirkungen haben und die Aufnahme anderer Medikamente in den Körper beeinflussen. Daher ist es besonders wichtig, dass Patienten und Angehörige sich mit dem Arzt über Nutzen und Risiken jedes eingenommenen Stoffes besprechen - auch wenn er rezeptfrei erhältlich ist.
Die regelmäßige Einnahme der Medikamente nach Anweisung des Arztes sollte bei Alzheimer-Patienten stets durch die Pflegenden oder die Angehörigen überprüft werden!

Weitere Therapieformen
Besteht der Verdacht auf eine gleichzeitig vorliegende vaskuläre Demenz, werden Medikamente zur Vorbeugung eines Schlaganfalls gegeben. Dies sind vor allem Wirkstoffe, die die Blutgerinnung und Verklumpung des Blutes hemmen („Blutverdünnung“). Acetylsalicylsäure (ASS), Ticlopidin und Clopidogrel sind solche gerinnungshemmenden Mittel. Auf die bereits vorliegenden Beschwerden der Demenz haben sie keinen Einfluss.
Verschiedene andere Medikamente helfen dabei, psychiatrische Begleiterscheinungen wie Angst, Schlaflosigkeit, Unruhe und Niedergeschlagenheit zu lindern.
Speziell für Alzheimer-Patienten wurden Gedächtnistrainings entwickelt, die verbliebene intellektuelle Fähigkeiten erkennen und gezielt aktivieren. Die Verrichtung von Alltagstätigkeiten wird trainiert, um ein möglichst hohes Maß an Selbstständigkeit zu erhalten. Auch allgemeine Anpassungen des Lebensumfeldes an die Erkrankung sind für die Betroffenen therapeutisch wichtig. Beispielsweise kann die Umgebung angenehm gestaltet werden (hell, freundlich, übersichtlich und bewegungsfreundlich), um Gefühle der Depression, der Angst und der Orientierungslosigkeit zu verringern. Auch Entspannungsmethoden wie z.B. Massagen können von Vorteil sein. Das Zeigen von Zuneigung kann helfen, anstrengende Zeiten zu erleichtern.
Für die pflegenden Angehörigen ist die Unterstützung durch Selbsthilfegruppen und Organisationen enorm wichtig. Diese sind in allen größeren Städten vorhanden und geben konkrete Hilfestellung in allen Fragen der Pflege.
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