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Informationen 2010

Fußball-WM in Südafrika: Fans brauchen umfassenden Impfschutz

  • Umfassende Impfprophylaxe auch bei Aufenthalt in Städten Südafrikas wichtig
  • Experte empfiehlt neben Standardimpfungen Schutz vor Typhus, Cholera, Hepatitis A, Tollwut und Meningokokken-Erkrankungen
  • Meningokokken-Erkrankungen in Südafrika häufiger als in Europa

Marburg/Wien, 06. Mai 2010  - Die Fußball-Weltmeisterschaft macht Südafrika in diesem Sommer zu einem besonders gefragten Reiseziel. In vielen Arztpraxen werden deshalb aktuell die gesundheitlichen Risiken und sinnvolle Prophylaxe-Maßnahmen für Kap-Touristen zum Thema.

"Wie bei jeder Reise sollte auch eine geplante Reise zu den Spielstätten der WM genutzt werden, um den Impfschutz der Patienten zu überprüfen“, rät Dr. Christian Schönfeld, Arzt im Institut für Tropenmedizin, Berlin. Eine umfassende Impfprophylaxe sei nicht allein für Abenteuer- und Rucksacktouristen wichtig: „Auch Fans, die sich nur in den größeren Städten aufhalten, sollte ein Schutz vor den wichtigsten Infektionskrankheiten in Südafrika angeboten werden."

 

Risiken durch Hygiene-Probleme

Dazu gehört laut Dr. Schönfeld, dass der Standard-Impfschutz gegen Diphtherie, Tetanus, Pertussis und Polio noch ausreichend sein sollte. Auch ein Schutz vor Masern sollte vorliegen, da es am Kap in jüngster Zeit vermehrt zu Masern-Ausbrüchen gekommen ist. Probleme könnten sich nach Ansicht des Tropenmediziners vor allem dadurch ergeben, dass in Südafrika Nahrungsmittel und auch das Trinkwasser nicht immer in hygienisch einwandfreier Form angeboten werden. Sicherheitsbewussten Fans, die möglichst kein Spiel verpassen wollen, rät Schönfeld daher zur Impfung gegen Typhus und Cholera: „Die im Nachbarland Zimbabwe immer noch andauernde, wenn auch inzwischen abgeschwächte Choleraepidemie hat weiterhin nach Südafrika importierte Choleraerkrankungen zur Folge“.

Gegen Cholera steht ein gut verträglicher oraler Impfstoff zur Verfügung, der einen wertvollen Zusatznutzen bietet: Ein angenehmer Nebeneffekt der Cholera-Schluckimpfung ist, dass wegen der Ähnlichkeit des Cholera-Toxins mit dem hitzelabilen Toxin der ETEC diese auch eine Kreuzreaktion gegen ETEC bewirkt. Sie kann so den einen oder anderen Reisedurchfall verhindern.

Die Impfung gegen Typhus kann ebenfalls auf einfache Art als Schluckimpfung erfolgen. Der orale Impfstoff  bietet einen breiten Schutz auch gegen Paratyphus A und B.

Für jeden Südafrika-Reisenden ratsam ist außerdem eine Impfung gegen Hepatitis A, denn: „Das bloße Einhalten der allgemein üblichen Hygieneregeln reicht bei den äußert umweltresistenten Hepatitis A-Viren keinesfalls aus“, warnt Tropenmediziner Schönfeld. „Selbst Spätentschlossene können noch bis kurz vor der Abreise mit einer einzigen Impfung wirksam immunisiert werden“. Die verfügbaren Impfstoffe, darunter ein aluminiumfreier Impfstoff, sind gut verträglich und bieten Schutz für bis zu zehn Jahre.

 

Tollwut-Gefahr auch in Städten

Ein besonderes Problem in Südafrika ist die Tollwut, die landesweit verbreitet ist. Die Mehrzahl der Infektionen wird aus den östlichen Provinzen Kwa Zulu-Natal und Limpopo gemeldet, in denen sich bei Touristen beliebte Nationalparks wie der Krüger Nationalpark befinden. Aber selbst in Städten besteht Tollwut-Gefahr, z.B. durch die Zunahme von streunenden Hunden in Kapstadt, warnt Dr. Schönfeld: „In Belfast starb Anfang 2009 eine junge Frau an Tollwut, die sich in einem Tierheim in Südafrika angesteckt hat und sich nicht sofort behandeln ließ.“ Reisende sollten deshalb nach einer Bissverletzung umgehend einen Arzt aufsuchen und sich behandeln lassen oder sich zur Sicherheit vorab in Österreich gegen Tollwut impfen lassen, empfiehlt der Tropenmediziner. Dafür steht ein moderner, gut verträglicher Zellkultur-Impfstoff zur Verfügung. Für die Grundimmunisierung sind drei Impfungen innerhalb von drei Wochen erforderlich.

 

Meningokokken-Erkrankungen in Südafrika häufiger als in Europa

Nicht vergessen werden sollte laut Dr. Schönfeld, dass während der Fußball-WM in Südafrika Winter ist und daher auch die in der kalten Jahreszeit üblichen Infektionserkrankungen auftreten können: „Reisende Fans müssen mit großen Menschenmassen in den Stadien, an beliebten öffentlichen Plätzen sowie in Bussen und Bahnen rechnen. Daraus ergeben sich zusätzliche Infektionsrisiken und eine steigende Gefahr von Tröpfcheninfektionen wie saisonale Grippe und Meningokokken-Erkrankungen.“ Gerade die durch Meningokokken hervorgerufene Hirnhautentzündung kommt in Südafrika häufiger vor als in Europa. „Vor kurzem wurde in Europa ein neuer, moderner 4fach-Meningokokken-Impfstoff zugelassen.Mit nur einer Impfung sollte es also möglich sein, Patienten noch rechtzeitig vor dem Abflug nach Südafrika vor dieser Erkrankung effektiv zu schützen“, empfiehlt Schönfeld.

 

 

Über Novartis

Novartis bietet medizinische Lösungen an, um damit auf die sich verändernden Bedürfnisse von Patienten und Gesellschaften auf der ganzen Welt einzugehen. Das Unternehmen ist ausschließlich auf Wachstumsbereiche des Gesundheitssektors ausgerichtet und verfügt über ein diversifiziertes Portfolio, um diese Bedürfnisse so gut wie möglich zu erfüllen – mit innovativen Arzneimitteln, kostengünstigen generischen Medikamenten, Impfstoffen und Diagnostika zur Vorbeugung von Erkrankungen sowie Consumer-Health-Produkten. Novartis ist das einzige Unternehmen mit führenden Positionen in diesen Bereichen. Im Jahr 2009 erzielten die fortzuführenden Geschäftsbereiche des Konzerns einen Nettoumsatz von USD 44,3 Milliarden. Der Konzern investierte rund USD 7,5 Milliarden in Forschung und Entwicklung. Novartis hat ihren Sitz in Basel (Schweiz). Die Novartis Konzerngesellschaften beschäftigen rund 100.000 Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter (Vollzeitstellenäquivalente) in über 140 Ländern. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.novartis.com.

Die österreichische Novartis Gruppe ist in allen Kerngeschäftsbereichen tätig: Novartis Pharma GmbH und Forschungseinheit Dermatologie, Sandoz GmbH und EBEWE Pharma Ges.m.b.H. Nfg.KG, Novartis Consumer Health-Gebro GmbH, CIBA Vision GmbH und Novartis Animal Health für die Tiergesundheit. Als führender Pharmaproduzent, -investor und -exporteur Österreichs beschäftigte Novartis Austria 2009 rund 3.200 MitarbeiterInnen. Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen,  Investitionen in Produktions-Standorte und der Exportanteil bewegten sich erneut auf hohem Niveau. Das Exportgeschäft spielte insbesondere für die Unternehmen Sandoz GmbH und Novartis Animal Health GmbH eine zentrale Rolle.

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